Ecoviva RO800G
Tanklose Untertischanlage mit rund 126 l/h (800 GPD), 3:1 Reinwasser zu Abwasser und NSF/ANSI 58 laut Datenblatt – eine Rezension bezweifelt das Verhältnis.
Unsere Bewertung
Was die 4 Kriterien im Einzelnen bedeuten, steht in der Bewertungsmethodik.
Vorteile
- Mehrere Rezensionen loben eine einfache, schnelle Installation; eine davon hebt zusätzlich die eindeutige Beschriftung der drei Anschlüsse direkt am Gehäuse hervor
- Eine Rezension zur 1000-GPD-Variante misst nach der Installation einen TDS-Wert von 38 ppm bei einem Leitungswasser-Ausgangswert von rund 300 ppm
- Zwei Rezensionen beschreiben einen schnellen, hilfsbereiten Kundenservice
- Laut Datenblatt günstiges Abwasserverhältnis von 3:1 (ein Liter Abwasser je 3 Liter Reinwasser) – eine Rezension bezweifelt den Wert allerdings, siehe Nachteile
Nachteile
- Eine Rezension berichtet von mehreren Montagehürden: ein zu kurzes Anschlusskabel zum Wasserhahn, ein nicht nachrüstbarer Spezialstecker und eine unnötig große Bohrung für die Armatur
- Dieselbe Rezension bemängelt eine Halterung, die das Gerät eher zerkratzt als hält – sie empfiehlt, stattdessen mit Schrauben zu befestigen
- Eine Rezension zweifelt am angegebenen Abwasserverhältnis von 3:1, weil sich die Anlage nach eigener Beobachtung regelmäßig selbst spült und unklar bleibt, ob dieses Spülwasser mitgezählt ist
- Laut derselben Rezension arbeitet die Anlage in einem Holzschrank hörbar laut und braucht zusätzliche Dämmung in Eigenregie; außerdem sei der Support nur aus den USA erreichbar
- Eine andere Rezension weist darauf hin, dass der mitgelieferte Wasserhahn wegen seiner Steuerfunktion zwingend nötig und nur durch baugleiche Modelle ersetzbar ist
Unsere Einschätzung im Detail
Die Ecoviva RO800G ist eine tanklose Untertischanlage mit 9-stufiger Filtration und einem Abwasserverhältnis von 3:1 (ein Liter Abwasser je 3 Liter Reinwasser) laut Datenblatt. Der Hersteller nennt eine Leistung von rund 126 l/h (800 GPD) bei einer maximal unterstützten TDS-Wasserhärte von 500 ppm. In den Rezensionen überwiegt ein positiver Eindruck von Geschmack und Installation, eine Rezension benennt aber mehrere Montagehürden.
Montage und Inbetriebnahme
Mehrere Rezensionen beschreiben die Installation als einfach und schnell; eine davon nennt dabei zusätzlich die eindeutige Beschriftung der drei Anschlüsse direkt am Gehäuse (Input, Pure, Drain) statt der fünf im allgemeinen Anleitungsschema als hilfreich. Eine Rezension mit drei von fünf Sternen widerspricht diesem Eindruck: Das mitgelieferte Anschlusskabel zum Wasserhahn sei zu kurz für einen Einbau außerhalb des direkten Spülenschranks, der Stecker lasse sich nicht verlängern, und die Bohrung für die Armatur mit rund 1 Zoll Durchmesser sei unnötig groß. Dieselbe Rezension bemängelt außerdem die mitgelieferte Halterung, die das Gerät eher zerkratze als halte – sie empfiehlt, stattdessen mit Schrauben zu befestigen. Für den Betrieb ist zusätzlich ein Stromanschluss nötig.
Wirkung
Eine Rezension zur 1000-GPD-Variante misst mit der eingebauten LED-Anzeige nach der Installation einen TDS-Wert von 38 ppm, bei einem eigenen Leitungswasser-Ausgangswert von rund 300 ppm – ein deutlicher Rückgang; ob sich der Wert exakt auf die RO800G überträgt, geht aus der Rezension nicht hervor. Eine Rezension beschreibt zudem einen spürbar besseren Geschmack bei Kaffee und Tee, eine andere weniger Kalkablagerungen im Wasserkocher. Laut Datenblatt liegt das Abwasserverhältnis bei 3:1 (ein Liter Abwasser je 3 Liter Reinwasser); eine Rezension bezweifelt diesen Wert allerdings, weil sich die Anlage nach eigener Beobachtung regelmäßig selbst spült und unklar bleibt, ob dieses Spülwasser in der Herstellerangabe mitgezählt ist.
Erfahrungen aus Nutzerberichten
Eine Rezension berichtet nach fast drei Monaten Nutzung von störungsfreiem Betrieb. Zwei Rezensionen loben einen schnellen und hilfsbereiten Kundenservice. Laut Hersteller hält die RO-Membran rund 2 Jahre beziehungsweise 6.000 Liter, die drei Vorfilter (PP, GAC, CTO) sind jährlich zu wechseln; eigene Langzeiterfahrungen zu den Filterkosten liegen in den Rezensionen nicht vor.
Verarbeitung und Qualität
Das Gehäuse besteht laut Datenblatt aus BPA-freiem Kunststoff, die Filterkartuschen kombinieren Kokosnussschalen-Aktivkohle mit einer modifizierten RO-Verbundmembran. Eine Rezension beschreibt den Betrieb in einem Holzschrank als hörbar laut und empfiehlt eine zusätzliche Dämmung in Eigenregie. Mit Maßen von 44 x 16 x 48 cm (L x B x H) und 10,2 kg Gewicht braucht die Anlage laut Datenblatt spürbar mehr Platz unter der Spüle als kompaktere Direct-Flow-Anlagen.
Für wen eignet sich das Gerät?
Die RO800G eignet sich für Haushalte mit höherem Wasserbedarf, die Wert auf eine sichtbare Wasserqualitätsanzeige am Hahn legen. Wer die Anlage nicht direkt im Spülenschrank montieren möchte, sollte laut einer Rezension vorher prüfen, ob das mitgelieferte Anschlusskabel bis zum vorgesehenen Wasserhahn reicht. Eine andere Rezension weist darauf hin, dass der mitgelieferte Wasserhahn wegen seiner Steuerfunktion zwingend nötig und nur durch baugleiche Modelle ersetzbar ist. Bei Montage in einem Holzschrank lohnt sich eine Überlegung zur Schallentkopplung. Der Support ist laut einer Rezension nur aus den USA erreichbar.
Ausstattung im Überblick
- Tankloses Untertisch-System mit laut Datenblatt 9-stufiger Filtration (ein Bulletpoint des Herstellers nennt davon abweichend 8 Stufen) und intelligentem LED-Wasserhahn
- Leistung von rund 126 l/h (800 GPD) laut Datenblatt
- Abwasserverhältnis von 3:1 (ein Liter Abwasser je 3 Liter Reinwasser) laut Datenblatt
- Maximale unterstützte TDS-Wasserhärte von 500 ppm laut Datenblatt
- RO-Membran mit laut Hersteller 2 Jahren Standzeit (6.000 Liter), jährlicher Wechsel der drei Vorfilter (PP, GAC, CTO)
- Zertifiziert nach NSF/ANSI 58, 61 und 372 laut Datenblatt
Alternativen
Wer Alternativen prüfen möchte, findet im Vergleich weitere Geräte im Direktvergleich. Besonders interessant sind:
Fazit der Redaktion
Unsere Empfehlung ist die RO800G nicht, weil sie irgendwo an der Spitze läge, sondern weil ihr Datenblatt das vollständigste im Feld ist: beziffertes Abwasserverhältnis von 3:1, Membranstandzeit von 2 Jahren beziehungsweise 6.000 Litern, jährlicher Wechsel der drei Vorfilter, Zertifizierung nach NSF/ANSI 58 – und das beim niedrigsten Anschaffungspreis der sieben Küchenanlagen. Dafür nehmen Sie zwei Dinge in Kauf: 44 x 16 x 48 cm Platzbedarf unter der Spüle, mehr als bei den kompakteren Direct-Flow-Anlagen, und einen Support, der laut einer Rezension nur aus den USA erreichbar ist. Wer die Anlage nicht direkt im Spülenschrank montieren will, sollte vorher die Kabellänge zum Wasserhahn nachmessen – daran ist eine Rezension gescheitert.
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